Aufgewachsen im Umland von Dortmund, kannten sich die vier Musiker Dennis Steinhoff, Alessandro de Luca, Tim Figge und Peter Bering von “Fitches”  lange vor ihrer Gründung im Januar 2014. Sänger Dennis Steinhoff und Gitarrist Peter Bering und der   machten bereits 2004 zusammen Musik. Ihre Band trennte sich einige Jahre später,  woraufhin Peter sich anderen musikalischen Projekten zuwandte und   Dennis seine Zeit nun der   Braukunst widmete . In den folgenden Jahren konnten Peter und Bassist Tim Figge, der die Arbeit am Tieftöner für seinen Bruder Jan in  einem von Peters Projekten übernommen hatte, ihre Livequalitäten in diversen Formationen verfeinern. Im Dezember 2013 spielten Peter und Tim mit ihrer alten Band auf einer Rolling Stones Tribute Show, wobei Peter die Idee hatte, Dennis nach Jahren der musikalischen Abstinenz wieder auf die Bühne zu holen; um der alten Zeiten willen und weil es einen herausragenden Frontmann benötigt, um die Stones authentisch rüberbringen zu können. Die Show hatte eine überwältigende Resonanz und es kam der Gedanke auf, eine neue Band mit Dennis Steinhoff als Frontmann ins Leben zu rufen.

 

In dieser kurzen Phase um den Jahreswechsel legten Peter, Tim und der damalige Schlagzeuger ihr musikalisches Projekt auf Eis, da die Spannungen innerhalb der Band zu groß wurden. Doch es gab ja noch die Idee eine neue Band zu gründen. Hier kam Alessandro de Luca ins Spiel, der sich in der Dortmunder Szene einen Namen „ertrommelt“ hatte. Alessandro und Peter haben über die Jahre hinweg schon öfter mit dem Gedanken gespielt, zusammen Musik zu machen. Im Januar 2014 war es dann so weit: „Fitches“ war geboren.

Der Name sollte etwas Griffiges sein, was man schnell aussprechen kann und der im Kopf hängen bleibt. Nach längerem hin und her stolperten die Mitglieder über den Begriff “Fitches”! Zum Glück gab es nicht zu viele Google-Einträge, was ein wichtiges Kriterium für die Namensgebung war. Denn man sollte ja sofort bei der Band mit ihrer Musik landen und nicht bei irgendeiner Firma, die Badewannen verkauft . Erst im Nachhinein wurde den vier Musikern bewusst, dass der Name auch konzeptionell sehr viel hergeben sollte.   Schließlich ziert seit jeher ein “Fitch” das Logo der Band.

 

Das erste Konzert im Februar 2014 war schon gebucht, bevor die Band auch nur einen Song geschrieben hatte. Dies war ein ausgezeichneter Ansporn für die vier Musiker. So entstanden innerhalb eines Monats 10 Songs, von denen vier auf der EP „The King is Born“ erschienen.

Im Frühjahr 2014 folgten diverse Konzerte im Ruhrgebiet, bei denen sich viele Freundschaften zu anderen Bands, Veranstaltern und vor allem Fans entwickelten. Unter anderem rockten “Fitches” beim Finale des Westfalen Bandslam 2014 in Lippstadt, spielten sich aber auch in kleineren Szene-Clubs wie dem “Rekorder” in Dortmund gerne die Finger wund.

 

Beflügelt durch den Zuspruch wurde im Sommer 2014 die LP „King to God“ aufgenommen, deren Name mit einem Augenzwinkern eine Weiterführung des EP-Titels ist. Es sind 11 Songs geworden, die bewusst eine breitere Stilpalette bieten. Dieses hat in erster Linie mit der Kompositionsmethode von Fitches zu tun. Dabei geht um den Spaß an der Musik und nicht um den passenden Stil. Alles, was sofort und bei allen zündet, wird verwendet, der Rest wird eingeschmolzen oder darf auf den richtigen Tag warten. Dadurch entstehen Songs wie „Eat your brain“, der von Fans mit Fumanchu verglichen wird. Oder „Numb balls“ der sich an Led Zeppelins „Whole lotta love“ orientiert, aber trotzdem einen ganz eigenen Stil hat. Auch ruhigere Stücke wie „Pine, silk and dirt“, der sich im SpokenWord-Stil mit der eigenen Vergänglichkeit beschäftigt oder „Swamp party“ der sich vom ruhigen Blues in ein Stoner-Gewitter entwickelt sind im musikalischen Spekrum der vier Musiker vertreten. Die prägnante Stimme und die Texte von Dennis Steinhoff, einen schließlich diesen Mix zu etwas, das die Fans nur schwer in Worte fassen können. Es bleibt oftmals nur ein offener Mund und Aussagen wie „Ich habe alles erwartet, nur nicht das“ zurück.

„King to God“ erschien im Oktober. Woraufhin eine kleine Herbst-Tour folgte, die das Quartett auch in überregionale Gegenden führte. Die Stationen waren unter anderem der Rocker in Hannover, der Pitcher in Düsseldorf, das Stay Wild in Iserlohn oder das Projekt 42 in Mönchengladbach. Nach 32 Konzerten im ersten Jahr waren Fitches erst richtig warmgelaufen und haben sich glatt für das DEW21 „Dortmund Calling“ Finale im Februar 2015 qualifiziert. Bei diesem überzeugten sie die Jury sowie die über 500 Zuschauer und konnten sich so den ersten Platz sichern.

 

Ein Jahr nach ihrem Debüt-Album, im Oktober 2015, veröffentlichten Fitches die experimentelle EP "Gods & Demons"; bei der die vier Musiker sich nach Lust und Laune in 5 Songs ausgetobt haben.

 

Während der Aufnahmen zum zweiten Album im September 2015 schied Bassist Tim Figge aufgrund eines Unfalls, bei dem er sich an seiner linken Hand verletzte, leider aus. Zum Glück hatte sich sein Bruder Jan Figge bereit erklärt seinen Part zu übernehmen. Dies war eine ideale Lösung für die Band, da er mit der Spielweise aller Bandmitglieder, bestens vertraut ist. Leider musste Tim eine längere Pause einlegen als gedacht, weshalb er vorschlug Jan als festes Mitglied zu übernehmen: Nach über 20 Konzerten hat sich seine Empfehlung bestätigt und die Band harmoniert bestens auf und neben der Bühne.

Am 13. Mai 2016 erscheint nun das zweite Album namens „Ravashi“, bei dem die Band von Produzent Waldemar Sorychta unterstützt wurde. Auf dem Album werden sich 12 brandneue Songs befinden, die sich musikalisch wieder an „King to God“ anlehnen. Veröffentlicht wird der Tonträger beim Label Sweepland-Records. Die Promo-Tour ist seit März in vollem Gange und führt die Band unter anderem nach Frankreich, Belgien, Tschechien und natürlich durch Deutschland.

Der Tour-Plan beinhaltet auch die am 11.05.16 stattfindende Release-Show, im Dortmunder "Rekorder", wo die physische Form von "Ravashi" in Erscheinung treten wird. Musikalisch werden Fitches dabei von ihren Label-Kollegen "Formosa" und "Neeva" unterstützt.

 

Bis dahin werden die Röhren zum glühen gebracht, die Stimmbänder mit Absinth entflammt und der Terminkalender wird gefüllt, bis kein freies Feld mehr vorhanden ist. Bis dahin lautet das Band-Motto wie immer:

Fitches können immer Alles!